Den folgenden Artikel hat der jetzige Perry-Rhodan-Autor Andreas Findig im Dezember 1996 für die LITERATURZEITSCHRIFT "Lesezirkel" verfasst - man/frau möge dies bedenken (darum bittet uns der Autor). Dazu sage ich nur: "Gerne, Andreas und danke, dass wir ihn am Austria Con III vorgelesen bekommen haben."

Vom Weltraum-Landser zum kosmischen Grünen

Eine Ehrenrettung Perry Rhodans,
terrageboren, Zellaktivatorträger,
Begründer der Dritten Macht, ehemaliger Großadministrator des Solaren Imperiums,
ehemaliger Erster Hetran der Milchstraße, Bürger der Liga Freier Terraner,
Galaktiker, ehemaliger Sprecher der Kosmischen Hanse, abtrünniger Ritter der Tiefe,
ehemaliger Gänger des Netzes, Mitbegründer des Camelot-Projekts, zur Zeit Privatmann,
verschollen im Sternengewimmel der Galaxis Plantagoo, mutmaßlicher Erbe des Universums,
Alter (im Jahr 1289 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, d. i. 4876 n. Chr.): 2940 Jahre.
von

Andreas Findig

I. FLÜGELKÄMPFE IM KÖNIGREICH DER FANS

   Um eines von vornherein klarzustellen: Daß eine - auch übermäßig intensive - Beschäftigung mit Science Fiction nichts Ehrenrühriges oder Unseriöses darstellt, steht für den Autor dieser Zeilen völlig außer Frage. Wenn selbst schriftstellerische Großkaliber wie Thomas Pynchon, Lars Gustafsson, Italo Calvino, Ray Bradbury oder Anthony Burgess Science Fiction schreiben 1 (von Hermann Hesses »Glasperlenspiel«, Arno Schmidts »Gelehrtenrepublik« oder Marlen Haushofers »Die Wand« gar nicht mehr zu reden), ist jeder, der Science Fiction immer noch für die (möbius-)verdrehte Spielwiese weltfremder oder eskapistischer Spintisierer hält, geradezu fahrlässig uninformiert. Soll heißen: Ein Großteil des hiesigen Literatur-Establishments und praktisch die gesamte - insonderheit deutschsprachige - Literaturkritik. 2
   Freilich gibt es auch innerhalb der Science-Fiction-Szene selbst, im verschlungenen, multiphrenen, vielstimmigen, in namenlose terrae incognitae ausfransenden »fandom« (dem »kingdom« der Fans also) ein erschreckendes Muskelspiel der Animositäten und Vorurteile, ein so dummes wie scheinbar unentrinnbares Kasperltheater der Intoleranz.
   Da belächelt (im besten anzunehmenden Fall) der »Golden Age«-Fan den Liebhaber von »Scientific Romances«. Wem »Space Operas« und »Hardcore-SF« gefallen, der greift nicht zur »New Wave«, der Freund von »Social Fiction« und »Psycho-Fiction« kriegt sich mit dem »Cyberpunk« in die Haare, der »Posthumanist« sieht sich als weit darüberstehende (einsame) Elite - und alle zusammen geben sie nur äußerst ungern zu, hin und wieder auch Phantastik oder - o grausiger Gollum! - unverblümte Fantasy zu lesen.
   Oder gar diese, äh, diese Dinger, die es am Kiosk zu kaufen gibt ...

II. LANCELOTS VERBRECHEN

   Ich bin ein großer Freund der Feliden (Felis silvestris domestica, hauptsächlich - knapp gefolgt vom PSI-begabten Volk der Kartanin aus der Galaxis M 33, d. i. "Pinwheel"), aber kürzlich beging mein Kater Lancelot (mit dem ich dankenswerterweise dieselbe Wohnung teilen darf) ein Verbrechen, das zu vergeben mich an den Rand der Selbstverleugnung brachte: Es gibt da ein hohes Bücherregal, eineinhalb Armlängen von meinem Bett entfernt, prall gefüllt mit Werken der gehobenen Belletristik, auf dessen abschließendem Brett - dem Gipfelplateau gewissermaßen - Sir Lancelot zuzeiten vor sich hinzudösen pflegt, wenn - ja, wenn er es nicht gerade zur Operationsbasis eines unerhörten Anschlags auf empfindliche Schaltstellen meiner Identität macht ("HQ Ego"). Von da oben aus nämlich, von diesem Gipfel einer, nunja, zum wenigsten privatgelehrten Belesenheit aus, erbrach Sir Lancelot eines apokalyptischen A-bends sein edles Gewölle - vermischt mit halbverdautem Fisch und Brocken noch blutiger Leber. Und er erbrach diese ekelerregende Melange auf Stapel bunter Hefte, die sich am Boden zwischen dem Regal und meinem Bett auftürmten (und -türmen) - im Gegensatz zur hohen (bzw. hochgelegenen) Literatur auch nachts in ständiger Griffweite.
   Kurzum: Er erbrach sich über Teile meiner das gesamte Zimmer wie eine monströse Kletterpflanze durchwuchernden "Perry Rhodan"-Sammlung.
   Zum Glück hatte ich gerade keinen Desintegrator zur Hand, und nachdem ich - am Amok-Abgrund und heftig hyperventilierend - meinen "inneren Frie-densstifter" (aus dem allseits bekannten Diplomatenvolk der Linguiden) angerufen hatte, kam Sir Lancelot mit einer Woche Verbannung aus meiner Dichter-Höhle himmelschreiend glimpflich davon.

   Nun sollte der (unbegreiflicherweise) Genre-unkundige Leser, um die im-mense Großherzigkeit meiner Pardonierung ermessen zu können, wissen, was "Perry Rhodan" ist.
   "Perry Rhodan" - kurz PR - ist die mit Abstand auflagenstärkste SF-Serie des Planeten (Terras also, früherer Name: Lemu, oder, altarkonidisch: Larsaf III). PR ist die längste durchgehende Saga, das voluminöseste Epos, das je von Menschen - von Terranern! - erdacht worden ist - und weiter erdacht wird. Rechnet man einen "Perry Rhodan"-Roman (ohne Leserbriefe, PR-Reports, PR-Lexikon, PR-Computer usw.) mit durchschnittlich 56 engbedruckten Seiten, so hat dieses Epos bei Erscheinen dieses "Lesezirkels" mit Band 1842 eine Gesamtlänge von 103.152 Seiten erreicht. Einhundertdreitausendeinhundertzweiundfünfzig Seiten einer einzigen, vielfach verästelten, sich selbst ständig neu reflektierenden Geschichte! Da schrumpfen im Vergleich selbst die "Weden" zum handlichen Brevier. Hinzu kommen über 400 Taschenbücher, die Jubiläums- und Werkstattbände, eine kontinuierlich wachsende gebundene Hardcover-Ausgabe, Rißzeichnungsbände, ein dickbauchiges, fünfbändiges Lexikon, zwei Comicserien und die "Spin off"-Serie "Atlan". In 1842 Wochen haben die bislang zwanzig Autoren und zwei Autorinnen der "Perry Rhodan"-Serie seit ihrem Start am 8. September 1961(!) ein Universum erschaffen - ein Multiversum, um die PR-eigene Terminologie zu gebrauchen -, das in seiner Vielschichtigkeit und Komplexität unerreicht ist, ein Gegen- und Parallelmultiversum mit eigenen, detailverliebt ausgearbeiteten Mythologien, technischen, wirtschaftlichen, politischen Historien Hunderter präzise herbeiphantasierter Zivilisationen, ja selbst mit einem fast schon religiös zu nennenden philosophischen Überbau (dem sogenannten "Zwiebelschalenmodell"), gegen das sich das für manche schon unüberschaubar gewordene "Stark Trek"-Universum nachgerade wie eine schmale Anekdotensammlung, wie ein loses Konglomerat dürftiger Entwürfe und blasser Skizzen ausnimmt. (Verzeihen Sie mir, mon capitaine, Mr. Picard, Sir. Ich werde ein Jahr lang freiwillige Sozialarbeit in der "Vereinigten Föderation der Planeten" leisten ...)
   PR ist eine kolossale Chronik des Möglichen; die bunten, von vielen so scheel beäugten Hefte bilden zusammen nichts weniger als die Annalen einer kompletten Anderswelt, fügen sich zu einem ingeniösen Geflecht von Zu-kunftsspekulationen (die ihrerseits spekulative Vergangenheiten nach bzw. vor sich ziehen), einem erzählerischen Netzwerk, das wöchentlich weitergesponnen wird - aus dem schier endlosen Faden eines genußvollen Fort-und-fort-Fabulierens. (Tatsächlich ist zur Zeit kein Ende der PR-Saga in Sicht, die ur-sprünglich vom Verlag und ihren beiden Erfindern, Walter Ernsting - alias Clark Darlton - und K. H. Scheer, auf lediglich 30 Bände geplant gewesen war - und selbst das galt damals, 1961, als reichlich überzogene, geradezu utopische Vorgabe ...)
   Und schließlich ist PR der gemeinsam geträumte Traum Hunderttausender Leser, von Deutschland, Österreich, der Schweiz bis Brasilien, von den Niederlanden und Frankreich bis Japan, von Ungarn, Tschechien, Skandinavien bis Südafrika. Und: Es ist tatsächlich ihr kollektiver und eigener Traum. Entspricht ein Roman (selten genug) nicht ganz den Erwartungen, fühlt sich ein PR-Leser persönlich gekränkt. Findet ein Zyklus (eine erzählerische Kladde also, die zwischen 50 und 200 Bände umfassen kann) einen unbefriedigenden oder aber nicht erwarteten oder aber zu früh zu erwartenden Ausgang, kommen in den Leserkontaktseiten Schimpf und Schande auf die Autoren hernieder.
   Das ging sogar so weit, daß, als auf dem ersten PR-Weltcon (con = "con-vention", Zusammenkunft also, für alle - unbegreiflicherweise, s. o. - Nicht-Eingeweihten) von der versammelten Autorenschaft verkündet wurde, ein gewisser bepelzter Alien - "Extraterrestier", in der PR-Terminologie - (der Mausbiber Gucky nämlich, seines Zeichens ehemaliges Mitglied des "Mutantenkorps", Telepath, Telekinet und Teleporter, selbsternannter Retter des Universums) könnte nach dem kommenden Zyklus in seine letzte Mohrrübe gebissen haben (sich also - bestenfalls - "hinter die Materiequellen" begeben haben), daß also nach dieser erschütternden Ankündigung das Podium gestürmt wurde und die Autoren, besonders aber der österreichische Exposé-Autor Ernst Vlcek, so lange mit nicht nur ironisch gemeinten Drohbriefen eingedeckt wurden, bis ebenjener Ernst Vlcek auf den Leserkontaktseiten reumütig Abbitte leistete und einen heiligen Eid schwor, sich nie, nie wieder am Lieblings-Mausbiber der Leser vergreifen zu wollen. (Und, lieber Ernst, falls Du das liest: Ich hoffe zu Deinem Besten, Du hältst Dich daran!) 3
   Diese innige Identifizierung der Leser mit ihrem PR-Kosmos gehört zum Erstaunlichsten und Reizvollsten der Serie. Bis zum heutigen Tag sind über 50.000 Leserbriefe in der PR-Redaktion eingetrudelt - nicht wenige davon umfangmäßig schon mehr ein Essay oder eine Diplomarbeit. Die Leserkontaktseiten sind von einem ständigen, emsigen Gesums erfüllt. Da wird gemault und gemosert, gelobhudelt und getadelt, da ergeht man sich in Spekulationen und Anregungen, Umdeutungen und Alternativkonzepten, erstellt Statistiken und Wunschzettel, schreibt eigene, gewissermaßen apokryphe PR-Geschichten und führt akribisch Buch über den Verbleib der marginalsten Nebenperson, die winzigstens Details der PR-eigenen Technik - der Techniken -, der PR-eigenen Kosmologien und Wissenschaften, ja selbst der Religionen.
   Auf diese Weise hat sich im Lauf der Jahre und Jahrzehnte zwischen Autoren und Lesern eine kreative Partnerschaft entwickelt, die zum synergetischen Motor eines Prozesses der fortwährenden Erneuerung, der permanenten Kurskorrektur geworden ist, sodaß sich die aktuellen Romane der Erstauflage im Vergleich zu solchen aus der Anfangszeit der Serie mittlerweile lesen wie ein kunstvolles Poem im Vergleich zu einem Knittelvers.
   Und: aufgeklärter. Und: farbiger. Und: jünger.
   Besonders viel jünger.

III. VOM SOLAREN IMPERIUM ZU CAMELOT

   Die Ideologie nämlich, der weltanschauliche Unter- und Überbau, die durchgängige Moral und Ethik haben sich seit dem Start der Serie Anfang der 60erjahre mindestens im selben Maß geändert (ich behaupte: ungleich grundlegender) wie die gesellschaftlichen Realitäten (denen die SF angeblich zu entfliehen versucht).
   Es ist schon wahr: Perry Rhodan und seine (aufgrund der von "ES" - der für die Lokale Galaxiengruppe zuständigen "Superintelligenz" - verabreichten Zellduschen, später Zellaktivatoren, "jetzt" Aktivatorchips) "relativ unsterblichen" Weggefährten haben sich zu Anfang der Serie - besonders in den ersten 200 Bänden - arg martialisch gebärdet. (Wenngleich der - durchwegs links- und pazifistisch bewegte - Autor dieser Zeilen beim besten und zutiefst empfundenen Unwillen über stark militaristische, stark autoritäre, chauvinistische und hegemonistische Schlagseiten in dieser Sturm-und-Drang-Zeit der Serie, den manchmal erhobenen Vorwurf des Semi-Faschistoiden nicht teilen kann.)
   Indes haben sich die inhaltlichen Schwerpunkte und die weltanschauliche Ausrichtung der Serie durch das Nachrücken jüngerer Autoren und Autorinnen (besonders durch das Hinzustoßen des leider sehr früh verstorbenen William Voltz, später durch Thomas Ziegler, Marianne Sydow, Robert Feldhoff und Susan Schwartz) im Lauf ihres inzwischen 35jährigen Bestehens augenfällig zugunsten einer multikulturellen (bzw. multizivilisatorischen) Friedfertigkeit und Liberalität verschoben. Wo früher "action" im Vordergrund stand, wird heute die psychologische Zeichnung der Akteure betont, wo in den Zeiten des "Solaren Imperiums" Raumschlachten zwischen waffenstarrenden und (auf Seiten der "guten" Terraner) nach Hunderttausenden Kugelraumern zählenden Kriegsflotten beinahe an der Tagesordnung waren, brachen später die Handels-Karawanen der "Kosmischen Hanse" zu Wirtschafts-Expeditionen auf, suchten "Explorerschiffe" den Kontakt zu entlegenen, extragalaktischen Kulturen und spielten sich Auseinandersetzungen zwischen den Milchstraßenvölkern nur noch als Redeschlachten (bzw. Zirpschlachten, Tröt, -Pfeif, -Glucks, -Zischschlachten) in der "GAVÖK", der "Galaktischen Völkerwürde-Koalition" und im späteren "Galaktikum" ab (um das es freilich zur "Jetztzeit" der Handlung, im Jahr 1289 NGZ - in einer der, im PR-Kosmos recht häufigen, Analogien zu unserer schnöden, terrestischen "Wirklichkeit" - einigermaßen chaotisch be-stellt ist).    Waren die ersten Mutanten (parapsychisch begabte Menschen und Menschen-Abkömmlinge also) noch eher mit reichlich "handfesten" Fähigkeiten ausgestattet (Hau-drauf-Telekinese oder mentales "Zünden"), war das erste "Mutantenkorps" noch eine Art paranormale "GSG 9", so hatten (und haben) spätere Vertreter ganz andere PSI-Gaben, wurden zu "Gefühlsmechanikern" und "Empathen", zu "Metabolismus-Programmierern" und "Struktursehern".
   Waren die früheren Helden noch Risiko-Raumpiloten und interstellare Ge-heimagenten, Strahler-behängte Weltraum-Einzelkämpfer und tollkühne Planeten-Pioniere, so haben die "heutigen" Helden - und Heldinnen - ungleich ausgesuchtere Profile, sind Xenobiologen und Psychohygieniker, Exoökologen, Archäologen, Mediziner, Musiker und so weiter.
   Und Perry Rhodan selbst - anders, als Titel und Untertitel der Serie vermuten lassen würden, nur einer von zahlreichen (männlichen wie weiblichen) Protagonisten - hat sich vom vormaligen "Großadministrator" zu einer Art galaktopolitischem Don Quixote gewandelt, der, uneitel und geradezu provozierend bescheiden, von mannigfachen, diffizilen Skrupeln geplagt, bis zur Selbstauf-gabe pazifistisch gegen die Windmühlen der Intoleranz, Xenophobie und Kriegstreiberei anrennt. Nicht von ungefähr haben PR und seine zellaktivatortragenden Gefährten ihr "gegenwärtiges" Domizil, einen unbedeutenden, fast zur Gänze naturbelassenen Planeten (von dem PR selbst "gegenwärtig" freilich auch schon wieder abgängig ist), "Camelot" genannt - Sitz einer altruistischen "Organisation der Vernunft" ohne nennenswerte politische und militärische Macht, dafür aber mit umso größerer wissenschaftlich-technischer Kompetenz und einem ethischen Anspruch, der durch die Wahl des Namens hinreichend charakterisiert sein dürfte. 4

   Über alledem soll aber nicht vergessen werden, was "Perry Rhodan" - die Serie - zuvorderst ist: Ein wöchentlich neu entzündetes Feuerwerk der Phantasie und Fabulierkunst. Die (zumindest für uns Fans) gewichtigste Zerstreuung der Welt. Ein üppiges, farbenfrohes SF-Epos. Kurzum: Unterhaltung. Und so hoffe ich, mich noch Jahre und Jahrzehnte jede Woche auf eine weitere Be-gegnung mit Perry Rhodan, seinen Gefährten und Gegenspielern freuen zu können, mit zahllosen abenteuerlichen Gestalten und erstaunlichen, exotischen, pittoresken Völkern galaktischen und extragalaktischen Ursprungs: den (um nur einige wenige zu nennen) spinnenartigen Arcoana, den tellerköpfigen Blues, dem Echsenvolk der Topsider, den halborganischen Posbis, den rüsseltragenden Unithern, den Nocturnen, halb Energiemembran, halb kristallin, den vierarmigen, dreiäugigen Halutern, den körperlosen Ennox, den fischmäuligen Hamamesch, den methanatmenden Maahks - und, nicht zu vergessen, den kat-zenartigen Karaponiden und Kartanin.
   Was mich zurück zu Felis silvestris domestica und einer ganz anderen Art von "alien friendship" bringt: Die drei Tage Verbannung für Kater Lancelot sind mittlerweile vorüber, und ich habe, bevor ich sein mit Emphase gegebenes Geschrei vor der Zimmertür erhöre, noch eine Staffel Paratronschirme über Sie wissen schon welcher Sammlung hochzufahren.
   Pax Terra (so Lancelot will).

   Dieser Artikel ist Kurt Mahr, Johnny Bruck und Peter Griese gewidmet, drei herausragenden Gestaltern der Perry-Rhodan-Serie, die erst vor kurzem verstorben sind. Mögen Ihnen jenseits der Materiequellen weder die Chaotarchen noch die Kosmokraten noch die Mutter der Entropie in ihre - so menschlichen - Träume hineinpfuschen. Ad astra!

 1 

"Space Fiction und Science Fiction bilden den frischesten Zweig der heutigen Literatur." (Doris Lessing)

 2 

"'SF ist schlecht!' tönt ständig ihr Gekläff. / 'Dies hier scheint gut.' - 'Dann ist es nicht SF.'" (Kingsley Amis)

 3 

Und überhaupt: Vlcek, Vlcek, gib' uns unsere Ennox wieder! Und die SOL. Und den Mars. Und Moira. Und Sato Ambush. Und ...

 4 

Zumindest, wenn man vom sozialutopischen Camelot eines T. H. White ausgeht. ("Der König auf Camelot" I & II, Klett-Cotta, und "Das Buch Merlin", Knaur.)